Die evangelisch-lutherische Friedenskirche zu Aue-Zelle
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Gottesdienstzeiten: Glaubensrichtung: Erläuterungen zur Friedenskirche: Kirchweihe: Sonntag Lätare, 22.03.1914 (3. Sonntag vor Ostern) Auftraggeber: Kirchenvorstand der damaligen ev.-luth. Kirchgemeinde
Baustil: Neobarock
Höhe: außen bis zum Kreuz: 50 Meter
Sitzplätze: 850 Architekten: Bauräte Schilling und Gräbner (Dresden) Baukosten: 270.000 Goldmark, davon:
Finanzierung: Kredit (225.000 Goldmark)
Besonderheiten: Zentralbau: Aufgrund der ungewöhnlichen an dicken Stahldrähten aufgehangenen Kuppelkonstruktion muß die große Decke nicht durch Säulen getragen werden. Altargestaltung: Der mit weißem Marmor verblendete Altar ist die wichtigste Einrichtung dieser Kirche. Das Kreuz, das sich darüber erhebt, hat ähnliche Ausmaße wie das Kreuz auf dem Kirchturm. Die Kandelaber rechts und links des Kreuzes symbolisieren den brennenden Dornbusch, der Mose seinerzeit die unmittelbare Nähe des allmächtigen Gottes signalisierte. Da am Altar das Heilige Abendmahl gefeiert wird, ist hier eine Schnittstelle zwischen Himmel und Erde, ein heiliger Raum, dem man sich nur mit großer Ehrfurcht nähern sollte. Die weiße Marmormauer neben den Stufen zum Altar und die schwarze Marmormauer um den Altarraum signalisieren dies zusätzlich. Über den Kandelabern finden die Dornen des „brennenden Dornbusches” ihre Fortsetzung in der symbolisch dargestellten Dornenkrone. In Anlehnung an die echte Form der Dornenkrone Jesu (Kappe) ranken sich die Dornen um die Stelle, an der das Haupt Jesu am Kreuz hing. Ölgemälde: In einer Synthese zwischen ostkirchlicher und westkirchlicher Personendarstellung finden sich hier 8 Bilder, in der Mitte vier Vertreter des Neuen Testaments, an den Seiten je ein Vertreter des Alten Testaments sowie je ein Vertreter der Reformationszeit. Die Figuren halten bzw. tragen Symbole, die sie kennzeichnen. Außerdem sind sie durch einen Schriftzug um den Kopf erklärt. Es sind von links nach rechts: Martin Luther (Bibelübersetzung), Mose (Gesetzestafeln), Matthäus (1. Evangelist), Petrus (Schlüssel als Symbol für das Amt der Beichte), Johannes (4. Evangelist, Stola und Kelch als Symbol fü,r den Priester und Theologen), Paulus (Schwert als Hinweis auf die Art seines Martyriums), Jesaja (Schriftrolle als Zeichen für sein Prophetenamt) und Melanchthon (Kirchenlehrer). Deckenstuck: Das Dreieck ist Symbol für das Auge Gottes und die Dreifaltigkeit von Gott als Vater, Sohn und Heiligem Geist. Ähren und Wein stehen für das Heilige Abendmahl, das hier gefeiert wird. Taufstein: Unter dem Deckel befindet sich eine Schale, über der die Taufen durch übergießen stattfinden. Figur über dem Taufstein an der Wand: Darstellung des 12jährigen Jesus im Tempel. Obwohl in diesem Alter noch nicht religionsmündig wurde Jesus als theologischer Gesprächspartner von einer Gruppe von Priestern und Theologen des Tempels akzeptiert. Kanzel: Mosaikarbeiten unter Verwendung von Halbedelsteinen. Dafür standen byzantinische Vorlagen Pate. Als Symbole finden sich: Kreuz, Weintraube, Kelch, Leuchter, Taube, Dornenkrone, Kornähren und Anker (Zeichen der Hoffnung). Wie auch vor dem Altar hängt an der Kanzel ein gestaltetes Tuch in der jeweiligen Farbe des Sonntages: weiß zu Weihnachten, Epiphanias, Ostern und Trinitatis (steht für Christus), violett in Advents- und Passionszeit sowie am Bußtag (steht für Buße und Vorbereitung), rot zu Pfingsten, am Reformationstag, an Aposteltagen, Kirchweihe, Ordination u.ä. (steht für den Heiligen Geist und die Kirche, ihre Apostel und Märtyrer) oder grün (steht für das geistliche und irdische Wachstum, das Gott uns schenkt). Pieta: Im Gedenken an die 172 Gefallenen der Kirchgemeinde im 1. Weltkrieg wurden die ausschwenkbaren Schrifttafeln hinter den Bronzetüren eingebaut und mit der „Schmerzensmutter” gestaltet. Maria trauert um ihren toten, vom Kreuz abgenommenen Sohn. Fenster: Sie stellen die Kreuzigung und die Trauer auf der einen Seite und die Auferstehung und das neue Leben auf der anderen Seite dar. Die Entwürfe stammen vom Dresdner Maler Carl Schulz. Leuchter: Wie auch die Kandelaber sind sie beeindruckende Gürtlerarbeiten der Firma Wellner aus Aue (Besteckfabrik). Sie verraten einen asiatischen Einschlag. Orgel: Pneumatisches zweimanualiges Werk mit 32 Registern und 2116 Pfeifen aus der Werkstatt der Fa. Jemlich (Dresden). Die Orgelfiguren und hölzernen Verzierungen des Orgelprospekts sind eine Schöpfung des Dresdner Bildhauers Viehweg. Mit ihrem Schwellwerk ist sie auch geeignet für romantische Orgelliteratur. Glocken: Es handelt sich dabei um das bedeutendste Geläut der weiteren Umgebung, welches 1913 vom „Bochumer Verein” aus Stahl gegossen wurde.
Uhr: Besitzt das größte Uhrwerk der weiteren Umgebung und wurde von der Firma C.F. Weule aus Bockenem gebaut. Turmhaube: Wurde im Jahr 2002 mit 0,8 Millimeter starkem Kupferblech von den Firmen Polusik und Seltmann neu eingedeckt. Reliefs an der Kirche: Am Nordwesteingang ist Christus als guter Hirte dargestellt und am Südosteingang Christus als Sämann. Außerdem sind die Symbole der vier Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (Löwe), Lukas (Stier) und Johannes (Adler) über den Außenpfeilern zwischen den Fenstern angebracht. Kopie des Putzritzgemäldes aus dem Klösterlein: Im Eingangsraum des Südosteingangs hängt die originalgetreue Kopie des ältesten Kunstwerkes Sachsens dieser Größe, welches an der Ostgiebelwand im Klösterlein hing und sich zur Zeit im Kloster Altzella befindet. Klösterlein: Eine Beschreibung zum Klösterlein findet Sie unter www.kloesterlein-friedhof.de. Eine Kurzfassung muss hier noch nachgereicht werden. Geschichte: Angebote / kirchliches Leben: Christenlehre in 5 Gruppen (1. bis 6. Klasse getrennt) in der Kirche Vorkurrende in der Friedenskirche (oberer Eingang) freitags 15.45 Uhr Kurrende in der Friedenskirche (oberer Eingang) freitags 16.30 Uhr Flötenkreise in der Friedenskirche (oberer Eingang) freitags ab 15.45 Uhr (in vier Gruppen) Ev. Teentreff im Rahmen der Ganztagsschule Aue-Zelle mittwochs 15.00-16.00 Uhr im Zimmer der Ganztagsbetreuung der Schule. Angebote für Jugendliche: Konfirmandenunterricht wöchentlich (7. und 8. Klasse getrennt) Junge Gemeinde wöchentlich mittwochs 18.30 Uhr Weitere Angebote: Frauenfrühstück zwei Mal monatlich mittwochs 9.00 Uhr im Pfarrhaus (für Frauen mit und ohne Kinder, wobei die Kinder gern teilnehmen können) Gebetskreis wöchentlich montags 16.00 Uhr im Pfarrsaal Dienstagskreis 50 Plus – unser Seniorenkreis – jeden 3. Dienstag im Monat 14.00 Uhr im Pfarrhaus Kirchenchor wöchentlich donnerstags 19.30 Uhr in der Friedenskirche (oberer Eingang) Posaunenchor wöchentlich dienstags 19.30 Uhr in der Friedenskirche (oberer Eingang) Verantwortliche Mitarbeiter: |
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